a short one

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monk
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Re: a short one

Beitrag von monk » Mo 19. Apr 2021, 23:16

Damit sind die Holzarbeiten im Prinzip fertig.
Also habe ich Rückseite und Hals feingeschliffen und ebenfalls einer Epoxi-Behandlung unterzogen. Dabei hat sich die Erle als ziemlich saugfähig erwiesen. Ich habe ca. 2x soviel Material im Vergleich zur Vorderseite aufgebracht. Das ist aber praktisch vollständig eingezogen.
115 Rückseite epoxiert.jpg
Ich denke ich mach da noch eine weitere Schicht.

Was mich etwas überrascht hat und was mir jetzt auch gar nicht so richtig gut gefällt, ist, daß die Erle ziemlich fleckig rauskommt und daß vor allem der eine Korpusstreifen so dunkel geworden ist :|
Auf den Fotos ist denke ich klar, welchen ich meine.
116 fleckige Erle.jpg
117 fleckige Erle 2.jpg
Das diese Erle nicht unbedingt 1. Wahl ist, war mir natürlich schon vorher klar. Daß es jetzt aber so krass kommt, hätte ich nicht erwartet.
Ich werde wohl abwarten, wie das nach den ersten Lackschichten ausschaut und mir bis dahin überlegen, ob's auch einen Plan B geben könnte.
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monk
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Re: a short one

Beitrag von monk » Mi 26. Mai 2021, 18:04

Oh, schon wieder 5 Wochen seit dem letzten Post.
Aber Oberfläche in Lack dauert eben und Fotos geben leider auch nicht so viel her.

Die Rückseite bekam noch eine 2.Packung Epoxi. Nach dem unvermeidlichen Zurückschleifen bis aufs Holz habe ich das für mehr als ausreichend befunden und angefangen zu lackieren.
Ich verwende Schreiner-Lacke 2K PUR Flash und spritze mit so einer kleinen 20 € HVLP Pistole mit 1mm Düse.
Der Lackauftrag erfolgt immer in Doppelschichten. D.h. 2 Schichten im Abstand von ca. 1-2 Stunden, natürlich ohne Zwischenschliff. Danach muß das soweit durchtrocknen bis kein Geruch mehr festzustellen ist. Bei 2K-Lack muß dann ein Zwischenschliff folgen, bevor die nächste Doppelschicht kommt.
Weil der Hals ja bereits fest mit dem Korpus verbunden ist, geht Voder- und Rückseite lackieren leider nicht in einem Arbeitsschrit, was das ganze noch zeitaufwendiger macht.
Nach der ersten Doppelschicht sah es so aus:
118 Erste Lackschicht vorne.jpg
119 Erste Lackschicht hinten.jpg
Wie man sieht, sieht man nicht wirklich viel - die Rippel auf der Vorderseite sind eine Spiegelung von einem Heizstrahler, hat nix mit dem Holz zu tun.

Lackiert wird auf dem Dachboden. Unausgebaut, unisoliert, ziemlich gut durchlüftet aber auch alles andere als staubfrei. Wenns draußen richtig windig ist, pfeifts durch alle Ritzen. Dann geht nix. Wenns richtig regnet auch nicht, dann ist auch indoor die Luftfeuchtigkeit zu hoch.
120 Lackierplatz.jpg
Bei der 2.Lage der 2. Doppelschicht gabs dann mal wieder eine kleine Überraschung: Orangenhaut - war direkt nach dem Lackauftrag nicht erkennbar. Keine Ahnung was da wieder passiert ist.
121 Leichte Orangenhaut.jpg
Nicht schlimm, heißt nur etwas mehr Schleifarbeit.
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Re: a short one

Beitrag von Zederndehner » Do 27. Mai 2021, 14:56

Orangenhaut passiert gerne bei wasserbasierenden Lacken.
Ich kenne den Lack nicht, welchen Du verwendest. Hast Du schon Erfahrung damit?

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Re: a short one

Beitrag von monk » Do 27. Mai 2021, 22:03

Hi Tim,
der Lack ist ein 2K PU-Lösemittellack und das ist jetzt der 3. Bass, den ich damit lackiere.
Warum sich diese dezente Orangenhaut gebildet hat, werde ich sicher nicht herausfinden, dazu sind die ganzen Bedingungen zu unkalkulierbar.
Es ist aber auch kein wirkliches Problem, da hatte ich schon viel mistigere Geschichten.
Beim Lackieren im Hobbybereich muß man sich einfach auf unliebsame Überraschungen einlassen.

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Re: a short one

Beitrag von monk » Di 1. Jun 2021, 22:02

Zwischenzeitlich habe ich mich dann auch mal um die Elektrifizierung für den Bass, genauer um die PUs gekümmert.
Vor einiger Zeit habe ich, wie weiter vorne schon mal kurz erwähnt, 2 eher obskure Vintage PUs bei eBay geschossen. Die Dinger sind japanisch Ende 60er / Anfang 70er und ich habe bisher nur ganz wenige Fotos von alten Teisco Bässen gefunden, wo die verbaut wurden. Interessanterweise finden sich da auch Pics von 3+1 Kopfplatten weit vor Music Man ;-)
Die PUs sehen zunächst mal nach Humbucker aus, aber wie man hier an dem geöffneten PU erkennen kann, sind es SingleCoils mit rel. kleinen Barrenmagneten, einer schwach gewickelten Spule und drumrum einer Menge Blech.
122 Pickup geöffnet.jpg
Das schwarze Cover ist einfache schwarz beschichtete Pappe mit Lederprägung und bei dem geöffneten schon recht zerschlissen. Die Rähmchen sind aus Blech und werden in den Müll wandern.
Die Innereien sind recht lausig miteinander verklebt, so daß es kein Problem war, die voneinander zu trennen. Der Spulenträger aus PE ist einfach auf den Kern aus gekantetem Blech aufgesteckt und wird mehr schlecht als recht über das Cover von den 'Polschrauben' gehalten.
123 Pickup zerlegt.jpg
Um das etwas weniger rappelig zu machen, habe ich die Einzelteile mit Sekundenkleber neu verklebt und ein neues Cover aus einer ABS-Platte gemacht, das den Spulenträger besser fixiert.
Die Spulen wurden wachsgetränkt. Bei einem PU habe ich den Magneten umgedreht und ich habe jeweils 2-adrig abgeschirmte PU-Kabel drangelötet. Bei Zusammenschaltung der beiden PUs sollte sich dann bei gegenphasiger Verbindung ein Humbucking-Effekt erzielen lassen.
124 Pickups fertig.jpg
Ich bin gespannt wie sich die machen. Viel Output erwarte ich nicht, aber ich hoffe, daß ich durch den workaround zumindest die Mikrophonie einigermaßen reduzieren konnte.
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Re: a short one

Beitrag von monk » So 25. Jul 2021, 23:50

So langsam zeichnet sich das Ende ab.
Die Lackier- und Schleiforgie ist durch. Natürlich gab's außer Orangenhaut auch wieder diverse Läufer und zur Kompensation einen Durchschliff. Zwischendrin klemmte dann auch mal plötzlich das Luftventil der Spritze und beim letzten Durchgang Rückseite war bei 2/3 der Fläche trotz gleicher Lackmenge wie zuvor der angemischte Lack alle und das Gebinde bis auf den letzten Tropfen leer :evil: Da hab ich dann Schluß gemacht, auch auf die Gafahr hin, daß der Ansatz dezent sichtbar bleibt.
Nach 2 Wochen Trocknungszeit dann durch die Körnungen hochgeschliffen. Rückseite 600-800-1000-1500-2000-3000-5000. Vorne ab 1000, da war der Lackauftrag deutlich besser.
Nach dem 2000er-Durchgang stellte sich erster Glanz ein
125 Endschliff 2000.jpg
Nach dem 3000er etws mehr, auf dem Foto aber kaum erkennbar.
126 Endschliff 3000.jpg
Den 5000er dann nur noch, weil's so schön meditativ ist, ein wirklicher Unterschied war eigentlich nicht mehr erkennbar.
Dann mit mit Nigrin Lackpolitur für verwitterte Lacke, Rot-Weiß-Politur für Plexiglas und - nur vorne - mit Dr. Wax Nano-Polish final poliert.
127 Polisch.jpg
Und jetzt ist mit dem Thema Oberfläche Schluß - pfft.
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Re: a short one

Beitrag von Zederndehner » Mo 26. Jul 2021, 09:14

:shock: :shock:

Wow, schick!
Ich sag mal, die Arbeit hat sich gelohnt! Hut ab 8-)

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Re: a short one

Beitrag von monk » Do 29. Jul 2021, 00:41

Merci.

Dann ist ja eigentlich nur noch Zusammenbau und Setup angesagt - naja fast.
Als erstes mußten die Bünde abgerichtet werden. Das Griffbrett war noch vom Lackieren abgeklebt.
128 Bünde abrichten.jpg
Und das Ergebnis nach abpopeln des Tesa, enfernen der Kleberrückstände und Ölung mit Grundieröl.
129 Bünde fertig.jpg
Der Saitenhalter wollte noch poliert werden. und nachdem ich den und die Brücke montiert hatte, ist mir aufgefallen, daß die Saitenerdung fehlt.
Also nochmal eine Hülse gezogen und die Verbindung mit dem langen 3er in's E-Fach gebohrt.
130 Saitenerdung bohren.jpg
Kein Problem, gut angekommen, der Weg war kurz. Warum ich das nicht schon längst gemacht habe: :?
131 Erdungsbohrung E-Fach.jpg
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Re: a short one

Beitrag von monk » Do 29. Jul 2021, 19:45

Tja und dann soll ja noch ein Schlagbrett drauf.
Da scheint aber so richtig der Wurm drin zu sein.
Angefangen hatte ich damit schon vor einiger Zeit. Die Kontour und die Fase wollte ich fräsen. Also Schablone gemacht, Schlagbrett und eine Unterlage grob ausgesägt, die 3 Lagen mit Doppelklebeband fixiert und zusätzlich verschraubt. Ich bin beim Fixieren nur mit KLebband immer etwas skeptisch und die Leisten fungieren auch als Griffe für das fräsen auf dem Frästisch.
132 Schlagbrett-Schablone.jpg
Hat nur leider nicht geklappt.
Der Fäser ist etwas aus den Spannfutter gewandert, so daß er nicht mehr an der Schablone lief und ist dann natürlich vom rechten Weg abgekommen :x
133 Schlagbrett Kontour vergurkt.jpg
Glücklicherweise hatte der Rohling genügend Übergröße um die Form trotzdem noch rauszukriegen. Das habe ich dann aber von Hand mit der Laubsäge ausgesägt, in Form geschliffen und die Fase mit der Ziehklinge gemacht.
Das fräsen zu wollen war für so ein Einzelstück eigentlich sowieso Unsinn und wäre kaum besser geworden.
Das hier ist der Stand nach Anpassung an den Hals nach dem Lackieren.
134 Schlagbrett angepaßt.jpg
Bis hierher alles gut.
Aber beim Fräsen der PU-Öffnungen ist mir dann so ein richtig sackblöder Flüchtigkeitsfehler passiert.
135 Schlagbrett PU-Fräsung vergurkt.jpg
Anstatt dem 8er Fräser hab ich den 10er gegriffen :evil: :evil:
Heißt wohl neues Material bestellen und dann noch mal neu machen.
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Re: a short one

Beitrag von Zederndehner » Fr 30. Jul 2021, 18:53

Ach Mist!
Das kann passieren. Ich habe festgestellt, solche Fehler beweisen sich oft als sekundäres Glück. 🙃
Meist kommt beim zweiten Anlauf etwas viel cooleres raus.
Klar, schade ums Material und Kosten, aber nach nem halben Jahr pellste Dir bestimmt ein Ei drauf! 😎👍

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